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Sekten - Nein Danke
Gruppentreffen
Wie oft sollen wir uns treffen?
Die KultURgeister Dachverband für traditionelle Naturreligion vernetzen Einzelpersonen und Gruppen (Rubrik Heiden
suchen Heiden auf der Homepage der Kulturgeister). Nachdem der Kontakt zunächst einmal hergestellt ist, treffen sich die meisten Leute zunächst nur zu den Festen und kontaktieren sich telefonisch oder per Brief ein paar Tage vorher, um die organisatorischen Belange zu klären. Die Feste gemeinsam zu feiern, ist ein guter Weg, regelmäßige Treffen zu haben und die Zeit kann gut dazu genutzt werden, die formaleren Teile der Zeremonien für eine Weile zu unterbrechen und Geschichten, Gedichte, Lieder und Musik auszutauschen. Natürlich ist die Aussicht, sich in den Wintermonaten auf dem ‚eisenharten’ Boden zu sitzen nicht sonderlich verlockend und ein schneller Rückzug zu jemandem nach Hause ist hier möglicherweise eine bessere Idee und dabei auch eine Gelegenheit, sich untereinander besser kennen zu lernen. Die Rituale sollen vorzugsweise trotzdem immer im Freien stattfinden wenn möglich.
Aber wahrscheinlich werdet ihr feststellen, dass ihr Euch häufiger treffen wollt, wenn Ihr Euch erst einmal etwas kennen gelernt habt und es bietet sich an, sich mindestens noch einmal zwischen den
Festen zu treffen, um Ideen für das nächste Treffen zu diskutieren und sich mit der Zeit vielleicht sogar einmal im Monat oder vierzehntägig zu treffen.
Es wurden schon die verschiedensten Methoden probiert, wann man sich treffen soll. Sich bei Vollmond zu treffen, kann eine gute Idee sein, ist aber mitunter schwer umsetzbar, da der Mond nun mal nicht
geruht, sich beispielsweise jeden dritten Dienstag in voller Größe zu zeigen. Da er seine Phasen hat, erfordert diese Methode einen hohen Grad an Abstimmung, man muss den genauen Tag bestimmen und auch, ob man sich am Abend
vorher trifft, oder an genau diesem Tag.
Die meisten Gruppen suchen sich nach einer Zeit des Herumprobierens, dass es am besten ist, sich einen bestimmten Tag auszusuchen, und dann dabei zu bleiben – also beispielsweise jeden zweiten Donnerstag oder den dritten
Mittwoch im Monat. Arrangiert das Treffen möglichst konstant und einfach, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt. Lasst allerdings nicht zu, dass dem Ablauf sklavisch gefolgt wird, natürlich sollte er veränderlich sein und
bedenkt auch, dass die Tage von den Planeten beherrscht werden und daher möchtet Ihr vielleicht ein wenig herum experimentieren, welcher Tag für Eure Gruppe besonders passt.
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Montag / Mond:
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‚Nähren’, Pflegen, Intuition, Klarsicht, Familie
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Dienstag / Mars:
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vibrierende Energie, Führerschaft, der Krieger
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Mittwoch / Merkur:
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Kommunikation auf allen Ebenen, Lernen und Wissen
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Donnerstag / Jupiter:
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Ausdehnung, höheres Verständnis, Lernen und Weisheit
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Freitag / Venus:
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Liebe, Werte, Harmonie, Schönheit
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Samstag / Saturn:
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Konsolidierung, aus Erfahrung lernen, Ausdauer
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Sonntag / Sonne:
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schöpferischer Ausdruck, Erholung
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Was geschieht bei Gruppentreffen?
Eine bewährte Methode ist es, am Anfang eine bestimmte Zeit zu haben, in der jeder ankommt und erst mal Neuigkeiten austauscht
und plaudert, eine Zeit für Diskussionen über ein bestimmtes, ausgewähltes Thema, eine Zeit der Meditation oder Ruhe, und eine
Zeit für Kaffee und Kuchen. Natürlich kann es auch Wein und Bier sein, wenn ihr mögt (und viele Druiden tun das), aber trinkt bitte in
Maßen, vor allem, wenn ihr noch fahren müsst. Einige Gruppenmitglieder sind froh und voller Selbstvertrauen, etwas vorzustellen
und Diskussionen in Gang zu bringen, andere ziehen es (zunächst) vor still zu bleiben, und die ganz Schüchternen werden vielleicht
für die ersten Treffen so gut, wie gar nichts beitragen. Diese sollten sanft dazu aufgefordert werden, teilzunehmen, aber achtet
darauf, niemals Druck anzuwenden, manche Menschen sprechen eben lieber, so wie andere lieber zuhören und dies bedeutet nicht
, dass die ‚Zuhörer’ nicht auch ein wichtiger Bestandteil der Gruppe sind. Mitunter ist es sogar ihre stille Kraft, die die Gruppe
zusammenhält. Achtet aber darauf, dass niemand ausgegrenzt in der Ecke sitzt. Die Person, die die Verantwortung für das Treffen
übernommen hat, ist auch dafür zuständig, dafür zu sorgen, dass sich alle wohl fühlen, vor allem Neulinge, die vielleicht etwas
merkwürdig berührt sind, vor allem, wenn sie vorher noch nie an einem Treffen einer naturreligiösen Gruppe teilgenommen haben.
Ein ruhiges Wort oder ein kleiner Plausch gepaart mit etwas Ermunterung ist meist alles, was es braucht, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlen.
Bezüglich Themen – nun, es könnte ein Abend über Kristalle sein, Geschichten erzählen, ein Gespräch über alternative Medizin,
Bäume und ihre Lehren. Und natürlich müsst Ihr Euch nicht unbedingt in einem Haus zu treffen, ihr könnt durch die Natur wandern
und versuchen Bäume, Pflanzen und Vögel zu identifizieren, zu einem alten Monument wandern und Eure Erfahrungen miteinander
vergleichen, oder, was sehr verbreitet ist, einen Abend miteinander Spaß haben. Das Druidentum ist auch Spaß! Es ist auch meist
sehr schön, Abende zu haben oder sogar Wochenenden, an denen man sich praktisch betätigt. Manche Gruppen beispielsweise pflanzen zusammen Bäume oder machen zusammen Kerzen, die sie bei ihren Zeremonien verwenden können.
Haben wir ‚Anführer’ und wenn ja, was ist ihre Rolle?
Normalerweise sind da immer mehrere Personen, die es in die Hand nehmen, die Treffen zu organisieren und all die aufregenden
Dinge tun, wie Tee/Kaffee zu kochen, dafür sorgen, dass genügend Toilettenpapier, Kerzen, Weihrauch und so weiter da sind. Das
macht sie natürlich nicht notwendigerweise zum ‚Anführer’ und auch ist es wichtig, diese Rolle möglichst zu teilen, damit nicht die
ganze Last an einer Person hängt, und er oder sie sich dadurch womöglich etwas ausgenutzt fühlt. Was oft passiert ist, dass die
Treffen zunächst in der Wohnung eines Mitgliedes stattfinden, das dann mit der Zeit in die Rolle gerät, sich auch um alles weitere zu
kümmern. Eine Zeit lang haben sie da auch Spaß daran und jeder gewöhnt sich daran, das er oder sie sich um alles kümmert. Aber
das kann auch Spannungen aufbauen. Stellt also möglichst früh sicher, dass die Aufgaben geteilt werden und wenn Ihr erst mal
eine Basis gelegt habt, könnt Ihr die Treffen ja auch reihum abhalten, damit die Gastgeber nicht zu sehr überfordert werden. Mitunter
ist auch eine Gruppenkasse keine schlechte Idee, in den man jedes Mal etwas einzahlt, damit der Gastgeber davon die Getränke etc besorgen kann.
Unweigerlich werden sich im Laufe der Zeit ein oder zwei Personen herauskristallisieren, die die Organisation der Gruppe
übernehmen und ihr ein Heim oder Forum verschaffen, wo sich der Rest der Gruppe dann treffen kann. Wenn Du selbst diese
Person bist, denke an Deine Verantwortung, die Gruppe zusammen zu halten, ohne in eine Position der Kontrolle zu geraten. Mit
anderen Worten: Lass Dir die ‚Macht’ nicht zu Kopfe steigen. Denke immer daran, dass wir mit Bescheidenheit arbeiten. Versuche
niemals Deinen Standpunkt einem anderen aufzuzwingen oder zu missionieren. Jeder in der Gruppe hat das Recht auf eine
Meinung, auch wenn diese von Deiner abweicht, und ‚falsche’ Meinungen sind genauso nützlich wie ‚richtige’ Meinungen. Wie könnten wir sonst erkennen, welche richtig ist?
Meditationen – wer leitet sie und was sollten wir tun?
Wenn Ihr dann mit der Zeit mehr Selbstvertrauen bei den Meditationen gewinnt, könnt ihr es mit einer einfachen Meditation
versuchen, die ihr vielleicht in einem Workshop gelernt habt oder in einem Buch gefunden habt. Nehmt nicht, was zu lang oder zu
komplex ist, vor allem nicht in einer Gruppe mit gemischtem Erfahrungsstand hinsichtlich der Meditation. Anderenfalls könnten
Anfänger so befremdet sein, dass sie einfach aussteigen oder verwirrt und aufgeregt werden. Versucht es mit einer einfachen und
kurzen Reise zu einem Bach oder Baum oder benutzt das Bild der aufgehenden Sonne über dem Wasser oder stellt Euch unter
einen Wasserfall, um erfrischt und geheilt zu werden. Einfach ist am Besten vor allem, wenn die Gruppe Anfänger aufnimmt, die
vielleicht sehr unerfahren sind. Seid Euch auch bewusst, dass vielleicht nicht jeder die ganze innere Reise mitmachen möchte und
es sollte an jeder ‚Kreuzung’ klargestellt werden, das jene, die nicht weiter wollen, dort warten können oder zurückkehren können.
Benutzt Worte wie ‚wenn es sich für Dich richtig anfühlt’ an den passenden Stellen, beispielsweise beim Betreten eines Waldes, einer Höhle oder Wasserbeckens.
Denkt immer auch an die goldene Regel: Kehrt immer auf dem Weg zurück, auf dem ihr zu den inneren Ebenen Eurer Reise
vorgedrungen seid. Wer auch immer die Meditation führt muss daran denken und die Gruppe vorsichtig zurück geleiten und sie von
dort ins Hier und Jetzt zurückbringen. Es ist wichtig, dass alle wieder richtig in der Gegenwart angekommen sind, bevor es wieder
laute Geräusche gibt. Meditation lässt uns in einem hoch sensibilisierten und verletzlichen Zustand zurück. Manche von Euch
möchten dann vielleicht ihre Erfahrungen mitteilen, also hebt den Kreis nicht zu früh auf. Zu Teilen ist eine gute Idee auch wenn sich
nicht jeder traut. Wenn sie dann erst mal gehört haben, was andere erlebt und gesehen/gefühlt haben, werden sie meist auch
mutiger. Denkt immer daran, dass es bei der Empfindung von Meditation kein richtig oder falsch gibt. Manche visualisieren lebhaft,
während andere gar nichts ‚sehen’ aber die Umgebung, Gerüche und Geräusche fühlen können. Nur weil jemand Dinge in seinem
Kopf sehr lebhaft und klar sehen kann, bedeutet noch lange nicht, dass er oder sie spirituell besser entwickelt ist, als andere, die
das nicht können. Versucht nicht, die Erfahrungen zu analysieren oder auseinander zu nehmen, oft ist es so, dass die Worte und
Bilder mit der Zeit ihre Bedeutung enthüllen werden. Wenn jeder, der wollte, seine Erfahrungen preisgegeben hat, ist ein geeigneter
Zeitpunkt gekommen, den Teekessel anzuwerfen, zum Kühlschrank zu gehen, aufzustehen, sich zu strecken und ein wenig herumzulaufen.
Wer die Meditationen leiten sollte – oft fällt dies einer oder zwei Personen in der Gruppe zu, aber ihr solltet diese Aufgabe auf
möglichst viele Schultern verteilen, so dass jeder der möchte, einmal dran kommt.Es ist schön nach den Treffen gemeinsam zu essen und zu trinken (Bitte kein Plastik Food) und sich so wieder zu „Erden“.
Die Magie der Musik
Zu einem Musikstück zu meditieren, ohne dass jemand führt ist ebenfalls eine gute Methode, miteinander zu arbeiten. Es gibt etliche
Stücke von ‚New-Age’ Musik (genauso wie ein paar fürchterliche) aber vergesst nicht, dass es auch in der Musik wunderschöne
Stücke gibt, so wie Musik von Clannad oder Enya. Versucht doch mal Barber – Adagio für Streicher, Chopin – Berceuse, Clannad , aus dem Requiem, Beethovens Mondscheinsonate oder die „Nacht auf dem kahlen Berge“.
Gute Musik für Meditationen gibt es bei der Comardiia Druuidiacta als CD - Siehe Musikproduktionen:
„Musik aus dem Oghamwald“ , „Keltische Meditationen“, „Runasöngr“ oder Edda.
Vielleicht könnt ihr ja auch einen Abend so gestalten, dass ihr versucht, die für Euch passende Musik herauszufinden, um zu sehen,
wie ihr als Gruppe auf sie reagiert. Ein ruhiges, sanftes Stück ist auch eine gute Einleitung für eine Meditation, da sie jedem die
Chance gibt, ruhig zu werden und sich zu zentrieren, bevor sie in die Meditation gleiten und derjenige, der sie führt, beginnt zu sprechen.
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