Übergangsrituale
Keltischer Segen zum Taufr
Copyright by Comardiia Druuidiacta & Fearrac Dearraich
Der Gesang der ersten Fee
Ich wünsche Dir eine Insel, eine Insel schwebend in der Anderswelt Sie sei Deiner Seele Wohnstatt wann immer Du ihrer als Heimat bedarfst Lieblich und heiter seien ihre Gestade, von glänzenden
Meeresrossen umspielt Der schäumenden Brandung entlang führe Dein Pfad, getragen von weißen Pfeilern Schauen sollst Du die Schönheit der schimmernden Meeresbuchten Im Grün Deiner Insel Dein Drachenschiff soll um die
Wette jagen Mit dem jauchzenden Sturm und der Wogen Gischt Füße aus weißer Bronze sollen Deine Insel tragen Und durch alle Weltenalter soll sie Dir vor der Seele stehen, Überweht vom weißen Blütenregen der
Apfelbäume Als herrlichstes Land das je ein menschliches Auge erschaut
Der Gesang der zweiten Fee
Eiben Eschen und Eichen sollen kühlenden Schatten Dir spenden Silberne Vögel in den Wipfeln sollen Dir singen Ihr ewiger Gesang , ihr jubelndes Lied sollen Dir glückliche Stunden künden
Farben mannigfacher Art sollen füllen Deine Täler Gesänge mannigfacher Art sollen krönen Deine Hügel Heitere Gelassenheit sei das Lächeln Deiner Seele Keine schmerzliche Klage, kein gemeiner Verrat
Sollen Dir trüben die reichen Inselgefilde Keine Krankheit noch Kummer noch Schwäche Sollen je überschreiten ihre blauen Gestade
Der Gesang der dritten Fee
Strahlend wie am ersten Weltentag soll Deine Insel Dir zu Füßen liegen Lapis und Smaragd sool sie Dir tragen als glitzernden Ufersaum
Die Irische See soll Dir senden ihre blausilbernen Wogenrosse Deren wehende Mähnen leuchtende Schaumperlen versprühen Ein Hag des Friedens sei Dir Deine Insel, Ruheort im ewigen Wechsel der Gezeiten
Die Sonne sende Dir ihren Wagen, geschmiedet aus Strahlen von reinstem Gold Der Mond sende Dir seine Barke, geschmiedet aus Strahlen von Wahrsilber Ein Barde mit der Weisheit von sieben Weltenjahren
Soll Dir von Sonnenaufgang her entgegenkommen Das Lied das er Dir singe sei froh und nie verhallend Wer es höre sei gefeit gegen Angst und jähen Tod
Der Gesang der vierten Fee
Über die klare grüne See komme Dir, wann immer Du seiner bedarfst Auf Schildbehangenen Drachenschiffen ein Heer gefahren An den grauen Basaltklippen sollen ihre Boote festmachen
Wo die jauchzenden Wogen ihre hundertfältigen Melodien singen Die Feen und Elben der Schiffe sollen Dein Land bewahren HerrInnen der Anderswelt mit weißen Schilden Dir zu Schutz und Schirm
Die Schilde geschmückt mit Zeichen der Macht Die Schwerter lodernd mit eisblauer Flamme Trefflich sollst Du finden das Heer im gerechten Kampfe Lieblich singend in der Runde beim festlichen Mahle
Unübertrefflich sollst Du sie finden Bei den Gesängen an den Nachtfeuern Deiner Halle
Der Gesang der fünften Fee
Und wisse daß gewaltig und groß ihre Kraft Da sie Nachkommen sind vom zeitlosen Geschlecht der Wissenden Sie alle tragen um ihre edlen Häupter rotblondes Gelock
Um ihre Schultern schlingt sich blau der Mantel des Drachen In langgeordneten Reihen sollen sie Dich geleiten Geführt von edlen FürstInnen mit hellem Antlitz Scharen mit strahlenden Augen und wehendem Haar
So sollen sie einher schreiten im Wald ihrer blauschimmernden Speere Zersprengen sollen sie alle Schlachtenreihen Deiner Feinde Vernichten jeden der Dich und die Deinen bedroht
In ewige Nacht gehüllt sollen sie schreiten zum Kampfe Dir zur Seite Ein starkes, ein rächendes, ein vornehmes Heer
Der Gesang der sechsten Fee
Ein steinernes Haus soll Deiner harren auf deiner Insel, wann immer Du seiner bedarfst Darin ein nie verlöschendes Herdfeuer, bewacht von der weißen Eule
Pfosten vom Holze der beständigen Eiche sollen Dein Haus tragen Duftendes Geißblatt den Basalt deiner Schwelle umranken Umhegen sollen die grau umrindeten Bäume Deine Granitmauern
Und wehren den lachend tobenden Herbststürmen Drei Eschen, drei Eiben und drei Haseln sollen davor wachen Ein immertragender Apfelbaum schirme Dein Dach, freigiebig bewirte Deine Gäste
Der Haselbusch stehe im vollen Laub und trage Dir reichlich Eine reine Quelle entspringe vor Deinem Hause Wasser erquickend zu trinken, umsäumet von Roggen und Kresse Dir zur Freude
Der Gesang der siebten Fee
Die friedlichen Scharen der Hirsche sollen sich treffen vor Deinen steinernen Mauern Die Bewohner des grünen Grundes Auch sollen sich schwärzliche Dachse und neugierige Füchse hinzugesellen
Dir und den Deinen zur Freude und lieblichem Anblick Gefleckte Lachse sollen sich Dir tummeln im klaren Bach nahebei Erdbeeren, Schlehen und Preiselbeeren Dir reifen in reicher Fülle
Ernteschwer sollen sich Dir neigen die Äste mit Äpfeln und Nüssen Honig und Korn soll die Erde Dir schenken im Überfluß Das Du auch habest anderen zu geben Der Segen und das Lächeln der großen Mutter
Ruhe auf Dir und auf allem was lebt auf deiner Insel
Der Segen der ersten Fee
Wisse, daß die große Mutter, da sie Dich ins Leben rief, Dich erwählte nach ihrem göttlichen Plan Freue Dich deshalb ihrer kostbaren Gaben und derer die wir uns schenken
Wisse, daß die große Mutter, da sie Dich rief, den Plan gab der Norn den Lebensfaden zu spinnen So bejahe dankbar Dein Selbst, halte ihrer und Deiner Dich wert Vollende Du den weisen Plan und die göttlichen Gaben
Wisse, daß einst sie Dir gab den wachen Verstand, den klaren Geist Sie gab Dir die heitere Seele, als schützende Hülle formte sie dann Deinen Körper Als Kelch für Dein kostbarstes, für Deine unsterbliche Seele
So achte den Kelch, halte licht seinen Glanz und ihn strahlend Besitze nur wenig doch wähl den Besitz Dir mit Sorgfalt Nie umgebe der Tand Dich, der schäbige feile, Noch komme Dir läppisches nahe
Der Segen der zweiten Fee
Große Mutter allen Lebens, Dich rufe ich an,Du Feuer aus brennendem Gold, Du Born immerwährenden Wissens,Du Heilerin jeglichen Schmerzes,höre mich!
Du bist die Quelle der Kraft und der Fluß der Gnade Du bist der Strom des Lebens und das Meer der Macht Du bist der Krug der Fülle, Du bist der Kelch der Weisheit
Du bist der Gral des Heils, Du bist die goldene Sonne des strahlenden Tages Du bist der silberne Mond der behutsamen Nacht Du bist der lächelnde Morgenstern des fröhlichen Tagewerkes
Du bist der heitere Abendstern von Betrachtung und Weisheit Du bist der sichere Pfad aller Wandernden zu Land und zu Wasser Herrin über Feuer und Wasser und Erde, Dich rufe ich an!
Hülle dieses Menschenkind in den Schutz Deines Weltenmantels, Bewahre es vor jedem Harm Leite stets es zurück zu Heim und zu Herdfeuer unversehrt
Der Segen der dritten Fee
Laß ruhen Deine Hand, große Mutter, auf der Stirn dieses Menschenkindes Laß Dein Lächeln es umhüllen am Tag und in der Nacht Nimm in Deine sorgende Obhut sein Haus und sein Herdfeuer
Seine Tiere imSchutz des Stalles und jeden, der unter seinem Dache weilt Laß Frieden sein zwischen seinen Nachbarn,laß Frieden sein zwischen seinem Clan Laß Frieden sein zwischen allen, die ihm lieb sind
Dein Segen, große Mutter allen Lebens, weile über seinem Angesicht Und umhülle seine Seele Deine Zuwendung schütze es vom Scheitel bis zur Sohle in jeder dunklen Stunde Bis ihm strahlend hell Deine Sonne wiederersteht
Der Segen der vierten Fee
Ich erbitte für Dich den Frieden der ewigen Meeresdünung Ich erbitte für Dich den Frieden des sanften Windes Ich erbitte für Dich den Frieden der beständigen Erde
Ich erbitte für Dich den Frieden der blühenden Apfelbäume Ich erbitte für Dich den Frieden der ruhenden Steinkreise Ich erbitte für Dich den Frieden der heiligen Haine
Ich erbitte für Dich den Frieden der klaren Vollmondnacht
Der Segen der fünften Fee
Lege an die Kraft des gestirnetragenden Himmels, das Licht der aufgehenden Sonne Die Strahlen des silbernen Mondes, die Flamme des heiligen Feuers
Die Beständigkeit der ruhenden Erde, die Härte des feuergeborenen Felsens Den Klang der ewigen Sphärenmusik Lege an die Kraft der großen Mutter als Dein Steuer, ihre Macht als Deine Stütze
IhreWeisheit als Dein Pfad, ihr Auge als Dein Sehen, ihr Ohr als Dein Hören Ihren Gesang als Deine Musik Lege an den Erdenmantel der großen Mutter, daß er Dich umhülle
Wisse, daß sie Dich bewahrt durch alle Ewigkeiten, sie, die Mutter allen Lebens!
Der Segen der sechsten Fee
Wisse, daß die große Mutter Dir die Gabe der Sprache schenkte Erst wenn Du der Worte Sinn zu verstehen vermagst, wird sich Dir die Anderswelt in ihren Bildern erschließen
Erst wenn Du der Worte Schönheit zu hören vermagst, Wird sich Dir die Anderswelt in ihrem Wesen erschließen Auch wenn Felsen auf Deinen Schultern lasten,auch wenn das Licht der Hoffnung Zuweilen schwindet,
Ich erbitte für Dich, daß die Strahlen der Sonne am Tag Und die Strahlen des Mondes bei Nacht Deinen Augen und Deiner Seele den Weg weisen Und daß in Freude und in Kummervollen Zeiten
Die segnende Hand und das heitere Lächeln der großen Mutter Dich begleiten
Der Segen der siebenten Fee
Ich erbitte für Dich daß die Gabe der großen Mutter in Dir wachse und sich mehre Ich erbitte für Dich daß Freunde Du findest die Deiner Freundschaft wert
Ich erbitte für Dich daß dankbar Du allzeit bewahrst die Erinnerung an gute Tage Ich erbitte für Dich daß mutig Du gehest durch Zeiten der Prüfung Auch wenn Felsen auf Deinen Schultern lasten
Auch wenn das Licht der Hoffnung zuweilen schwindet Ich erbitte für Dich daß die Strahlen der Sonne am Tage und die Strahlen des Mondes bei Nacht Deinen Augen und Deiner Seele den Weg weisen
Und daß in Freude und in Kummervollen Zeiten die segnende Hand Und das heitere Lächeln der großen Mutter Dich begleiten
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